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50 Jahre BMW RS 54

Gilching (25. 9. 04) – Hochachtung zollten die rund 60 Gäste dem 67-Jährigen Organisator des wohl einmaligen Motorradtreffens in Gilching. Anlässlich 50 Jahre BMW RS54 lud „Metzger Rudl“ am Samstag zu sich ins einzige BMW-Museum dieser Art ein. „Dass dies auf Privatinitiative geschehen musste, liegt daran, dass die BMW-Leute einfach zu großkopfert geworden sind“, stellt Stefan Knittel von „Motorrad Classic“ fest.
Nicht lumpen ließ sich Rudi Mannetstetter (siehe auch Portrait unter Persönlichkeiten), wegen seines ursprünglichen Berufes nur „Metzger Rudl“ genannt. Tischte er doch den geladenen Gästen anlässlich des Jubiläums Rollbraten, Würstl und sonstige Deftigkeiten auf. In den wegen Regens aufgestellten Zelten standen rund 25 Rennmaschinen der Marke BMW RS 54. Blitzblank geputzt und bis ins Herz der Maschine hinein gepflegt und frisch geölt. 17 Solos und sieben Gespanne waren einst gebaut worden. Über eine 25ste streiten sich die Experten. Liebhaber der 1954 auf den Markt gekommenen 50 PS starken Rennmaschine bauten sie auch in den Folgejahren nach. Der Prototyp freilich steht bei Rudi Mannetstetter im Privatmuseum in Gilching. Dorthin waren die Oldtimer-Fans bis aus Siegen und aus Österreich samt Gefährt gekommen. Weil die RS54 keine Straßenzulassung hat, musste sie im Anhänger transportiert werden. Unter den Gästen auch Edith Meier, die Witwe des einstigen Rennfahrers Schorsch Meier. „Ich selbst verstehe zwar nicht viel vom Rennsport. Ich war aber als junge Frau bei allen Rennen mit dabei“, erzählte sie. Zur Feier gekommen waren auch Weltmeister, Deutsche und Bayerische Meister. Darunter Ingolstadt Lokalmatador Alfred Stecker, der anno 1962 den Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheim Ring gewonnen hatte. „Ich selbst bin nur bei Oldtimer-Rennen mitgefahren“, betont Rudi Mannetstetter. Die Leidenschaft für den Rennsport und das Sammeln schwerer Maschinen packte ihn schon als Vierjähriger. Kein Wunder, hatte doch der Onkel die einzige Reparaturwerkstätte in Gilching. Heute finden sich in Rudls Privatmuseum die seltensten Maschinen, Motoren, Overalls und andere Renn-Utensilien. Uli Singer



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