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Gymnasium wird angebaut

Gilching – Der westliche Landkreis wird kein zweites Gymnasium bekommen. Stattdessen beschloss der Zweckverband weiterführender Schulen gestern, das Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching zu erweitern. Dazu soll ein ebenerdiger Schultrakt abgerissen und durch ein mehrstöckiges Gebäude ersetzt werden. Die Gesamtkosten wurden auf bis zu zehn Millionen Euro geschätzt.
Wie bereits berichtet, hat das Kultusministerium einem zweiten Gymnasium im westlichen Landkreis keine Chancen eingeräumt. Obwohl bis 2011 mit einem Zuwachs von derzeit 1400 auf 1550 Schüler gerechnet werden muss. Ausgerichtet ist das Christoph-Probst-Gymnasium auf 850 Schüler. Verbandsvorsitzender Thomas Reich erklärte, dass man sich jetzt schnell eine brauchbare Lösung einfallen lassen muss. Das Kultusministerium wegen eines zweiten Gymnasiums weiter unter Druck zu setzen, wie von einigen Verbandsmitgliedern gefordert, mache keinen Sinn. „Damit vertun wir nur unsere wertvolle Zeit“, mahnte Reich. Aus dem Rennen ist auch der in Betracht gezogene Umzug in ein leer stehendes Bürogebäude im Gewerbegebiet. Dieses steht demnächst zur Versteigerung an. Planer Jürgen Gollwitzer erklärte, dass selbst durch einen teuren Umbau keine geeigneten Schulräume entstehen werden. Die Umbaukosten gab Gollwitzer mit rund 900000 Euro an. Dazu kommt der geschätzte Kaufpreis von einer Millionen Euro. Als optimale Lösung wurde letztendlich die Erweiterung des Christoph-Probst-Gymnasiums beschlossen. Dazu soll der ebenerdige F-Trakt abgerissen werden. Anstelle dieses Pavillons ist ein mehrgeschossiges Gebäude mit ausreichend Klassenzimmern, einer Mensa und einer Ganztagsbetreuung vorgesehen. Geprüft wird außerdem, den Bau für eine weitere Turnhalle zu unterkellern. Gollwitzer rechnet, dass zum Schulbeginn 2007 Einzug gehalten werden kann. Als Übergangslösung sollen auf der Freifläche zehn Container aufgestellt werden. Einverstanden zeigte sich auch Schulleiter Horst Fessel, der es als Herausforderung sah, eine derart große Schule verwalten zu dürfen. Einstimmig wurde beschlossen, in die Planungsphase zu gehen. Uli Singer