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WELTWASSERTAG 2012

Auf den Spuren des Trinkwassers

Wörthsee – Eine von fünf Stationen auf der Info-Reise durch das so genannte AWA-Land, dabei handelt es sich um die Gemeinden, die dem Verbund der Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe angehören, am internationalen Tag des Wassers war der Trinkwasser-Brunnen im Wörthseer Ortsteil Auing. Rund 20 Grundschüler der 2a beteiligten sich in Begleitung ihrer Lehrerin Stephanie Pauli an der rund zwei Kilometer weiten Wanderung, um sich vor Ort über die Bedeutung des Trinkwassers, die Reinhaltung und die vorhandenen Ressourcen zu informieren. Und wer jetzt annahm, den Nachwuchs interessiere das nicht, wurde eines Besseren belehrt. Dabei spielte es keine Rolle, ob es um technische Details wie die Trinkwasser-Wasseraufbereitung, um Analysen des Bachwassers oder um die Bedeutung sauberen Wassers für den Bestand der Bienen geht.
Mit Mini-Labor ph-Wert gemessen
In die Geheimnisse des Innenlebens eines Brunnens führte Thomas Tinnes, technischer Leiter der AWA-Wasserversorgung, ein. „Hier unten ist ein Wasserbehälter mit dem Reinwasser“, erklärte er den Kindern, die im Brunnenhäuserl vorerst das Wasser nur durch lautes Rauschen erahnen konnten. Ein lautes Hallo gab es, als eines der Mädchen mit der Aufgabe des Aufschließens betraut wurde. Mit Muskelkraft wurde der überdimensionale Schlüssel bewegt, bevor sich eine Klappe auftat und der Blick in eine mystische Unterwelt frei wurde. Kristallblaues Trinkwasser blubberte und rauschte, dass es eine wahre Freude war. „Und, wie tief ist hier“, wollte ein kleiner Forscher wissen. „Rund zwei Meter und wenn man hineinfällt, ist es eiskalt“, mahnte Tinnes. Während sich der Wassermeister Löcher in den Bauch fragen ließ, baute Ines Bethge von der AWA mit weiteren Kindern auf der Wiese ein mobiles Wasser-Labor auf. Gemessen wurden unter anderem die Temperatur und der ph-Wert. Außerdem demonstrierte Bethge, wie sich lediglich durch Erde, die wie ein Filter wirkt, Schmutzwasser in sauberes Wasser verwandelte.
Ungeheuer mit sechs Beinen
Zum Abschluss der rund zweistündigen Veranstaltung gab es ein Rätsel. „Was ist das. Es hat sechs Beine, fünf Augen, vier Flügel, drei Geschlechter, zwei Fühler und einen Zahn?“, fragten Margit und Günther Pexa. Bei dem vermeintlichen Ungeheuer handelt es sich um Honig-Bienen, die unter anderem durch Pestiziden, Beizmittel und Gen-Pflanzen immer mehr Gefahren ausgesetzt sind. Das Ehepaar Pexa, das in der Nähe zum Brunnen eine kleine Imkerei betreibt, demonstrierte auf humorvolle Art und Weise, wie sich die Bienen verständigen, nämlich durch den so genannten Schwänzeltanz, und dass die Sammlerinnen unter dem Bienenvolk stets nach sauberem Trinkwasser Ausschau halten. Für Bethge und Tinnes war der Ausflug ein voller Erfolg. Den Kindern gab Tinnes mit auf den Weg, beim nächsten Spaziergang mit den Eltern diese zum Brunnen zu führen und zu erklären, was es mit der Sorge um gutes Trinkwasser so auf sich hat. Uli Singer