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WELTWASSERTAG 2013

AWA lädt zum Weltwassertag ein

Ein ernstes Thema heiter präsentiert

Herrsching – Ein durchaus ernstes Thema ohne erhobenen Zeigefinger und zwischendurch sogar auf vergnügliche Weise rüber zu bringen, dies schafften die Akteure des dritten AWA-Weltwassertages in Folge. Allgemein wurde der von der EU geplanten Privatisierung des Wassermarkts eine klare Absage erteilt.
Gut 200 Gäste amüsierten sich am Freitag beim internationalen Weltwassertag, der heuer im Haus der Landwirtschaft in Herrsching gefeiert wurde. Gastgeber waren, wie schon die Jahre vorher, die Ammerseer Wasser- und Abwasserbetriebe (AWA). Verbandsvorsitzender Wolfrag Gum erinnerte gleichzeitig an die Gründung des Vorgänger-Verbandes vor 50 Jahren, dem Abwasser-Zweckverband Ammersee Ost. Schirmherr Landrat Karl Roth lobte insbesondere die gute Qualität des Grundwassers, für dessen Schutz im Landkreis Starnberg in enger Kooperation mit den Landwirten sehr viel getan wurde und wird. Er betonte außerdem, dass auch seitens des Kreistags der Protest gegen die Privatisierung unterstützt wird. Zudem hob Roth hervor, dass speziell die AWA unter Federführung von Geschäftsführer Hermann Doblinger durch den Zusammenschluss von sieben Kommunen in "weiser Voraussicht" dem Einfluss Dritter vorgebeugt habe.
In seinem Rückblick auf die 60iger Jahre im vorigen Jahrhundert erinnerte Gum an eine Zeit, als keiner an die Privatisierung dachte und an Konzerne, die das Trinkwassers in bare Münze umwandeln wollen. „Damals, da hatten wir noch ganz andere Probleme. Wir haben mit unserem Abwassersystem gekämpft", sagte Gum. Zwar seien die Fische seinerzeit durch die Fäkalien, die ungefiltert in den Seen landeten, gut genährt gewesen. Was wiederum die Fischer gefreut habe. „Aber auf Dauer geht das natürlich nicht. Deshalb schlossen sich die betroffenen Gemeinden im Jahr 1963 zu einem Zweckverband Ammersee Ost zusammen.“
Diese Entwicklung nahmen Herrschings Bürgermeister Christian Schiller als damaliger Bürgermeister Ludwig Schertel und CSU-Gemeinderat Robert Brack als erster Wutbürger Herrschings humorvoll aufs Korn. Anhaltender Applaus belohnte das neue Kabarett-Duo, dem niemand abnahm, dass sie frei Schnauze und ohne vorherige Probe eine sowohl schauspielerische wie auch verbale Glanzleistung boten. Premiere in neuer Besetzung hatte außerdem die Bürgermeisterband Doktor SchiWaGu, Christian Schiller, Manfred Walter und Wolfram Gum, die erstmals verstärkt durch den Bluesbarden Claus Angerbauer, Spd-Gemeinderat aus Weßling, und als Gast am Flügel Klaus Reichardt, den Saal zum Toben brachten.